Montag, 30. September 2013

Road Trip in den Süden

Sooo, diesmal gibts die Neuigkeiten auch schneller :)
Am Wochenende waren Chris und ich mit dem Auto einige hundert Kilometer unterwegs, es ging in die Margaret River Region. Angeblich eine der schönsten Ecken in Westaustralien und sie haben definitiv Recht. Trotz Dauerregen konnten wir viel sehen, waren in einer Tropfsteinhöhle, an einem Wasserfall, sind durch einen Wald mit riesigen Bäumen gefahren und haben nichtssagende australische Städte besucht. Übernachtet haben wir auf einem Zeltplatz, es war unglaublich kalt und nass. Ja, es gibt Regen und Kälte in Australien!!!!! Aber angeblich ist es auch der regenreichste Winter seit Jahren....wahrscheinlich nur, um Chris das einleben einfacher zu machen.
Und am gigantischsten ist, dass wir Wale gesehen haben. Einfach so, von der Küste aus. Haben morgens da gestoppt, um mit unserem Gasherd Tee zu kochen, Und von der Steilküste hatte man einen super Blick, sodass wir die Wale direkt aus dem Wasser sehen konnten. Allerdings war der Überraschungseffekt so groß, dass die Cameras nicht schnell genug draußen waren. Morgen gehts dann wieder an die Arbeit, mal gucken, wie lange es für uns beide in den derzeitigen Positionen noch weitergeht. Ursprünglich war das ja a alles nur für einige Tage angesetzt.

Soviel von hier, für mich gehts jetzt ins Bett.

Liebe Grüße und genießt die Fotos,

Sonja und Chris

Neulich im Büro

...und am Wasserfall

Oh, ich hab wieder rote Haare, falls ihr euch gewundert habt. Ganze spezielle liebe Grüße an Aline, an dieser Stelle :)

Gute Aussicht

Genau wie hier

Und da gabs dann auch Frühstück

Das war der Eingang zur Höhle

Und das war in der Höhle
Sonja auf dem Weg in die Tiefe
Und groooße Bäume

Chris vor der Südsee.....wir waren an dem Leuchtturm, an dem Südsee und Indischer Ozean  aufeinander treffen

Fotos

Kamel trifft Kamele?!

Happy Animal Family

Dickes Fettes Wombat

Neugieriges  Känguru

2 Süße ;)

Dienstag, 24. September 2013

Nur ganz kurz

Hallo ihr Lieben,

it's been a while, ne??? Also auuch jetzt nur ganz kurz. Es ist 6.55 morgens und Chris und ich sind auf dem Weg zur Arbeit. Habe seit letztem Mittwoch einen Job als Data Entry Officer, 25 Dollars die Stunde und eigentlich begrenzt auf 2 Tage.....mittlerweile etwas länger aber mit absehbarem Ende. Trotzdem 8 Stunden am ag vorm Computer, da bin ich froh, wenn ich den abends nicht mehr anschalten muss. Am vergangenen Wochenende haben wir den Geburtstag von einem Mitbewohner gefeiert, war sehr feucht fröhlich und Australier können nicht trinken :D Zumindest nicht so gut wie die Deutschen......Am Samstag gings in in den Zoo und auf eine Kamelfarm, Carl und ne Freundin von ihm sind geritten, Chris und ich haben nur zugeguckt. Im Zoo konnten wir Wombats ,Kängurus und  Koala streicheln. Unglaublich süß die ganzen Viecher. Fotos gibts, wenn ich mal mehr Zeit habe. Ansonsten ist es eher ruhig mit Takeaways und Filmen......Das Wetter ist sehr aprilmäßig und die Konservativen haben auch hier schon vor einer ganzen Weile die Wahl gewonnen. Alle jammern über die vielen Immigranten und die Verschlechterung des Lebensstandards....von extrem gut zu ziemlich extrem gut...Tja, jedem das seine.

Also gut, wie gesagt bald mehr,

alles Liebe und Liebe grüße

Sonja und Chris

Mittwoch, 11. September 2013

Schlangen, Echsen, Kängurus....

... und etliches mehr gab es für Chris und mich am letzten Wochenende zu sehen. Nach einem sehr entspannten Samstag ging es mit Carl und Britney (Mitbewohner und Freundin von ihm) in einen kleinen Vorort von Perth, in dem eine Tierauffangstation für Besucher geöffnet ist. Kurz gesagt, es war ein kleiner Zoo mit Tieren, die verletzt gefunden und dort gesund gepflegt wurden. Am merkwürdigsten war wohl das Bewusstsein, dass diese Tierchen eben nicht nur im Zoo sondern auch im Garten vorkommen können. Den meisten möchte ich dort aber eher nicht begegnen. Anschließend ging es zu einem Wasserfall in der Gegend, der dank der vielen Regenfälle in den vergangenen Wochen absolut spektakulär aussah. Oh und Samstagabend hab ich es auch endlich einmal geschafft, in Perth tanzen zu gehen. Live musik und niemand, der mich je wieder sehen wird garantieren jede Menge Tanzspaß :)

So und hier ein paar Bilchen:

Ich im Park und Sonnenschein

Gleicher Ort, gleicher Mensch, allerdings reichlich ko nach 60 Minuten running.

....und Schildkröten haben einfach unglaublich lange Hälse!!!

Ich hab den Kopf hingegen ganz schön schnell eingezogen, als die Schlange näher kam

Und dieses Wombat kann angeblich 40 km/h schnell werden....vielleicht bergab wenn man es kugelt!?!?!?! Aber man soll ja niemanden nach dem Aussehen bewerten ;)

Chris hat Freunde gefunden!!!

Und wir den Wasserfall

Das war zum Glück hinter Gittern und nicht am Wasserfall!!!


Bis bald und Liebe Grüße aus Down under

Montag, 2. September 2013

Bushtour

Ihr merkt, wir kommen nicht weg von den Wochenendausflügen, dem Land-und-Leute-erkunden und dem anschließenden Blogschreiben....und diesmal gibts viele Neuigkeiten. Chris hat ab morgen einen Job für 6 Wochen im Department for Commerce (der Abteilung der Western Australian Verwaltung, die sich um Handel kümmert...zumindest ist es das, was wir glauben). Der Vorteil der Muttersprache Englisch und langjähriger Arbeitserfahrung in einer lokalen Verwaltung macht sich eindeutig bemerkbar. Ich schreibe weiter fleißig Bewerbungen an alle möglichen und unmöglichen Unternehmen, gerade versuche ich herauszufinden, ob Siemens auch in Perth irgendwo einen Sitz hat. DB Schenker ist jedenfalls auch hier vertreten. So viel zu dem ganz aktuellen.
Am Wochenende waren wir mit dem Auto unterwegs, es ging Richtung Süden. Mit Halt in Rockingham und Mandjurah ging es nach Bunbury. Alle drei Orte liegen am Meer und waren mehr oder weniger frühe Siedlungen in Western Australia. Man sieht eindeutig, dass sie kaum Geschichte haben und vor allem für Handels- und Siedlungszwecke konstruiert wurden. Das beste an allen war wohl die Strandpromenade. Kilometerlang erstreckt sich der Indische Ozean in beide Richtungen, es ist zu 80% Sandstrand und zu 95% menschenleer, da hier ja noch (20 Grad warmer) Winter herrscht. In Bunbury gibt es auch die südlichsten Mangroven in Australien. Auf dem Rückweg nach Perth hielten wir in Pinjarra. Der Ort wurde leider wegen europäischer Greueltaten bekannt. Im 19 Jahrhundert kam es hier zu einem Massaker an Aboriginies, denen gezeigt werden musste, wer das sagen hatte. Heute ist der Ort ein Platz der Ruhe und beschaulichkeit, mit einem friedlich vor sich hin fließenden Fluss, einem rekonstruierten historischen Zentrum und einem Rosengarten. Etwas östlich von Pinjarrah liegt ein Naturreservat, in das es uns endlich bei Sonnenschein am Sonntagnachmittag verschlug. Man konnte mit dem Auto durchfahren, unsere Füße blieben also diesmal verschont. Wir teilten uns wunderschöne Schluchten und kleine Bachläufe, noch kleinere Wasserfälle und riesengroße Bäume mit Familien und 4Radautos. Letztere waren weniger an der Landschaft als vielmehr an der Möglichkeit des schnellen durch dezimeterdicken Sand Fahrens interessiert. Geschlafen haben wir im Auto auf Campingplätzen. Es ist erstaunlich geräumig und bequem, aber so war es ja auch geplant. Und schlusletztendlich haben wir die ersten Känguruhs in der freien Wildbahn aber aus nächster Nähe gesehen. 5 Meter entfernt standen diese unglaublich süßen Viecher mit Knopfaugen, haben Gras gefuttert und uns überhaupt nicht scheu in Augenschein genommen. Wir sie natürlich auch. Also wieder einmal alles sehr gelungen.
Und hier die Bilder:

Und das heutige Tagesrätsel: Wo in der Welt sind wir? (abgesehen von im Land der Frühaufsteher....)

Romantisch, ne?!

Jap, wir haben auch einen Gaskocher und haben fleißig Porridge und Tee gekocht ....achja, und Dosensuppen ;)

Allen hoffentlich noch wohlbekannt ;)

Und das war und ist unser fahrbares Heim

Chris geht unter die Ornithologen

Sonja in Aktion. Bierprobe in einer Brauerei mitten im Outback......es war australischer Vatertag und mit diesem Bild einen herzlichen Vatertag an Vati ;) Prost. Das Bier schmeckt hier übrigens ziemlich gut und erinnert an englisches Bier. 

Chris in Aktion

YAAAAAY endlich. Und die sind so unglaublich zahm....wenn die wüssten ;)


Dienstag, 27. August 2013

Bushwalk

Also, ich dachte ja bisher, in Wesendorf haben wir am Anfang vom Ende der Welt gewohnt. Mittlerweile bin ich überzeugt, dass das tatsächliche Ende der Welt direkt am anderen Ende der Welt keine 4 km hinter unserem australischen Heim beginnt. Oder auch der Anfang. So genau kann man das nicht sagen, es ist alles zu unwirklich und ganz anders!!!!! Chris und ich waren am Wochenende zum ersten Mal in Australien wandern. 30km rein in den Busch, 30 km wieder raus und das an 2 Tagen. Es war reichlich anstrengend, da das flache Outback erst in 500 km anfängt. Bis dahin ist alles übersaeht von mehr oder minder bergigen Hügeln. Trotzdem war es eigentlich eine "einfache" Aufgabe. Der Weg, auf dem wir wanderten, ist der Bibbulmun-Track. Ein künstlich geschaffener Weg, der auf 1000 km von Kalamunda nach Albany führt. 800 Leute laufen den gesamten Weg wohl im Schnitt pro Jahr, die ersten km werden weitaus häufiger bewandert, da sie sich hervorragend für Tagestouren eignen. Entlang des Weges gibt es alle 10-20 km Hütten, die 8-20 Menschen kostenlos Unterkunft bieten. Nebendran gibts ein Plumsklo und einen Regenwassertank, der die Trinkwasservorräte beinhaltet. Water purification tablets sind also ständige Begleiter. Wir haben trotzdem im Zelt geschlafen, da kommen keine Insekten rein. Abgesehen von diesen Hütten gibt es nach 20 km genau gar nichts mehr. Und das für die nächsten 12 Tage. Essen muss man selbst schleppen oder man organisiert food drop off Stellen, an denen barmherzige Freunde Essen vorbeibringen. Das Laufen ist in Anbetracht der erforderlichen Planung wohl mit das einfachste. Und das ist schon schwer genug. Am Samstag sind wir bei strahlendem Sonnenwetter losgelaufen, der Bus hat uns direkt zum Beginn des Weges geführt. Auf den ersten 20 km begegneten wir einer Kamelreitfarm ( sehr beliebte Freizeitattraktion hier), gefühlten 1 000 000 Mountainbikern und erneut dem riesigen Stausee. Auf den letzten 10 km sahen wir dann ENDLICH unser erstes lebendiges Känguruh, oder zumindest einen Teil davon. Ich sah jedenfalls nur den Schwanz davon hüpfen......und das war schon großartig!!!!
Jetzt setzte hier der Dauerregen ein, die ersten Bewerbungsgespräche sind geführt und nun heißt es weiter warten. Beworben haben wir uns vor allem für Büroarbeiten und Kundenservice Jobs. In einigen Wochen wollen wir dann ins Outback und dort bei der Ernte helfen...oder Schafe hüten....oder Orangen pflücken. Je nachdem. Jetzt aber erstmal Fotos. Euch allen eine schöne Woche und bis bald,

Sonja und Chris

Der Beginn (und für uns auch das Ende) des Wege

Das sieht dann doch sehr europäisch aus, ist es aber nur beim ersten Hinsehen. Beim zweiten erkennt man, dass es alles Eukalyptusbäume sind.

Und ich mittendrin.




Pause!!!!!!

Und der Beweis für das Kamel!!!!! Von allen anderen Tieren gibts leider noch keine Beweisfotos.

Das war die Hütte nach 10 km, also noch nicht unser Ziel. Unsere sah aber genauso aus

Und die schöne Aussicht auf den See, diesmal von der anderen Seite.

Mittwoch, 21. August 2013

Ausflüge im Sonnenschein

Hallo ihr Lieben,

zwischen der Arbeitssuche gibt es immer wieder mal viel Zeit, sodass Chris und ich die Freiheit des eigenen Autos nutzen und die nähere und weitere Umgebung erkunden. Am Sonntag ging es ins 90 km entfernte York, eine "Stadt" im Landesinneren entlang des Avon-Rivers, die berühmt ist, weil sie die erste Siedlung im Landesinneren in Westaustralien war. 1830 wurden dort  die ersten Gebäude errichten, wenn man durch die Straßen geht, hat man das Gefühl, dass sich abgesehen von den Autos nicht viel geändert hat. Der Westen Australiens wurde von den Engländern besiedelt, indem sie Gefangene vor die Wahl stellten: Entweder Knast in England oder Besiedlung von Australien. So kam es, dass 2/3 der Siedlungen aus ehemaligen und nun freien Häftlingen bestanden. Das restliche Drittel waren Militär und Bürger. Neben der Besiedlung ans ich war ein weiterer Vorteil die Arbeitskraft, die mit den Gefangenen nach Australien kam. Eisenbahnlinien, Gebäude, Häfen wurden so errichtet. Nichtsdestotrotz haben die Australier nicht das Gefühl, alle Nachfahren von Verbrechern zu sein. Vielmehr ehren sie das bisschen Geschichte, das sie haben. Darüber hinaus haben sie eben auch das Geld, um vor jedes Haus, das älter als 50 Jahre ist, eine Gedenktafel zu setzen. Es ist merkwürdig, so belanglose Fakten wie die Sammlung von Spenden für den Kirchenbau als wichtiges historisches Ereignis präsentiert zu bekommen. Vor allem, da das Land an sich ja eine unglaublich lange Geschichte hat. Aboriginies lebten hier bereits vor 30 000 Jahren. So, genug Geschichte für heute. Für uns ging es weiter ans Meer und nach Fremantle und direkt hinters Haus auf einen Hügel ( da führt die Zigzag Street rauf und der Name ist Programm), von wo aus wir einen wunderschönen Sonnenuntergang sehen konnten. Und hier die Bilder:

Chris entdeckt den Frühling in York vor der Kirche



Straßenimpression aus York

Ein weiteres Highlight in York: Die Hängebrücke über den Fluss Avon

Und das ist der Avon....die Namen sind alle nicht sonderlich kreativ, da es 70% der Namen auch in England gibt...



Die Aussicht von einem Hügel hinter York



Und die Aussicht auf Chris



Das ist ein Affenbrotbaum im Kings Park in Perth. Der Baum wurde aus dem Süden des Landes hierher geschafft....angeblich als Geschenk. Jetzt sieht er jedenfalls reichlich tod aus.

Perth und ich

Und Perth und Chris und ich ;)

Und Perth und Chris





Auch im Kingspark hält der Frühling Einzug







Und der Blick auf Perth von einer Aussichtsplattform aus



Jaja, uns geht es guuuuuuuuuuuuut!!!!!




Sonnenuntergang über Perth




Und der Mond geht gleichzeitig im Osten auf


Das alte Gefängnis in Fremantle

Das Rathaus in Fremantle

Chris in Fremantle

Impression in Fremantle



Alte Tribüne des Cricket Feldes in Fremantle ( vllt. auch Rugby Feld, wer weiß das schon so genau)

Und jetzt ein paar Bilder vom Hafen in Fremantle













Ich im Sonnenuntergang
Und ich am Wasser....noch nicht im Wasser, dazu ist es (noch) zu kalt